Projekt Bafet: Forschung

Bildung Ausbildung – Forschung – Entwicklung - Transfer

Eine Initiative der Bürgerinitiative prosperRegio auf der Basis des Nachhaltigkeitsgesetzes und der Civitatis

 

 

 

Definitionen und Positionen

Themen zur Grundlagenforschung

Bodenhaftung

Institutionen

Symposium Forschung

 

 

 

Definitionen und Positionen

          Gegenstand dieser Betrachtung ist die aus öffentlichen Mitteln finanzierte Grundlagenforschung, ihre Finanzierung und die Ergebnisverwendung. Die Zweckforschung wird dem Bereich Entwicklung zugeordnet.

          Grundlagenforschung wird hier als nicht zielorientierte, systematische oder chaotische Themenwahl und Forschungstätigkeit definiert, deren Ergebnisse, sofern solche erzielt werden, Erkenntnisse grundlegender Art sind. Wenn solche Erkenntnisse Ergebnis sind, dann sind diese in aller Regel nicht unmittelbar praktisch nützlich sondern zunächst wertfrei. Erst durch weitere Grundlagen- und Zweckforschungen könnten solche Ergebnisse nützlich oder schädlich sein, für Individuen, Personengruppen oder die Menschheit.

          Es liegt also in der Natur der Grundlagenforschung, dass sie wertfreie, nützliche, schädliche oder gar keine Ergebnisse zeitigen kann, wobei die Beurteilung je nach Standpunkt allen vier Kategorien zurechenbar sein kann, in jeden Fall aber Kosten verursacht. Die Ergebnisse können trotz und wegen Systematik, Chaos und Zufall auch von den Forschern und den zur Verfügung stehenden Mitteln abhängen.

          Der Notwendigkeit, dem individuellen Drang nach freier Forschungstätigkeit nachzugeben, steht das Interesse der Finanziers, also der steuerzahlenden Bürger, an Transparenz gegenüber, zu wissen, wofür das Geld ausgegeben wird und welche Ergebnisse mit den Mitteln, die sie durch Konsumverzicht bereitstellten, erzielt werden.

          In allen Ländern der Welt, auch in denen mit herkömmlicher parlamentarischer Demokratie, gibt es einen Filz aus unkündbaren Beamten, Bürokraten und Berufspolitikern, der sich alleine vorbehält, nicht nur über die Höhe des Konsumverzichts seiner eigenen Arbeitgeber, der Bürger, zu entscheiden sondern auch über die Verwendung und ungestrafte Verschwendung dieser Mittel. Im Bereich Forschung bedeutet dies für Deutschland und die Europäische Union, dass aus unübersehbar vielen Töpfen unübersehbar viele Forschungsprojekte finanziert werden, ohne dass eine nennenswerte Kontrolle stattfindet. Korruption, Alimentation und Geldvernichtung sind damit Tür und Tor geöffnet.

          Für die Lösung dieser Problematik in Deutschland und Europa gibt es keinen anderen Weg als eine Europäische Union als ein Europa der Regionen auf der Basis einer Verfassung wie der Civitatis, um die grundlegenden Bürgerrechte bei Organisation und Kontrolle, nicht nur in der Grundlagenforschung, durchzusetzen.

          Es gibt da aber auch noch eine andere Problematik: Die freie Forschung und ihre Themenwahl. Gerade für Leute, die frei und ungestraft über anderer Leute Geld verfügen können, ist es spektakulär und aufregend, sich an Projekten wie Weltraumfahrt, Krieg der Sterne und atomaren, biologischen und chemischen Waffen zu ergötzen und zu verlustieren, nicht zuletzt zum eigenen Machterhalt.

          Mazedonische Kleinbauern, die tagtäglich für ihre Existenz kämpfen müssen, würden dafür kein Geld ausgeben. Es geht also um Vorgaben für Themen zur Grundlagenforschung und um deren Durchsetzung und Kontrolle zur nachhaltigen Sicherung unserer Erde.

 

Themen zur Grundlagenforschung

          Dummheit. Dabei geht es um die erstaunliche Tatsache, dass Intelligenz und Dummheit einander keineswegs ausschließen. So setzt beispielsweise ein Studium an einer Universität sicher Intelligenz voraus. Trotzdem gehört eine gehörige Portion Dummheit dazu, zu glauben, dass man als studierter Unternehmensführer dauerhaft, langfristig also, ein Unternehmen erfolgreich führen kann, wenn man immer nur den nächsten Quartalsgewinn maximiert. Es gehört eine gehörige Portion Dummheit dazu zu glauben, dass man mit Kriegen, Morden und Folter die Welt sicherer machen und befrieden kann. Es gehört eine große Portion Dummheit dazu zu glauben, dass man oder jemand unfehlbar sei. Es gehört eine große Portion Dummheit dazu, an Kaiser und Könige zu glauben. Es gehört enorm viel Dummheit dazu, die Folgen der Umweltzerstörung in Abrede zu stellen, zu glauben, dass sich die Armen dieser Welt mit ihrer Rolle dauerhaft zufrieden geben werden, dass Terrorismus mit Waffen zu besiegen ist, Globalisierung sei nützlich für alle Menschen.

          Psychologie. Dabei geht es um Menschenkenntnis und um die erstaunliche Tatsache, dass diese zentrale Frage der Menschwerdung und Charakterbildung nicht im Mittelpunkt der Grundlagenforschung steht. Wieso können Menschen Beethoven lieben und Mitmenschen foltern? Wieso werden Menschen trotz guter Bildung und Ausbildung asozial und vernichten als Unternehmensführer leichtfertig die Existenzen ihrer Mitarbeiter, anstatt durch eigene unternehmerische Leistungen Profit und Sozialität in Einklang zu bringen? Warum gelingt es gerade jenen, die nicht zu den Leistungsträgern der Gesellschaft gehören, als Bürokraten die Handlungsrahmen aller anderen zu bestimmen? Wie wird man so charakterlos, durch Gier die Zukunft der nächsten Generation, sogar der gesamten Menschheit zu gefährden?

          Macht. Die Frage, wie es soweit kommen konnte, dass 1 % der Menschen 99 % des Weltvermögens gehört, ist einfach zu beantworten: Hat man erst einmal ein gewisses Vermögen erworben, vergrößert sich dieses im Laufe der Zeit, der Jahrzehnte und oft auch der Jahrhunderte, durch die Renditen und Zinsen praktisch von alleine, weil sich wirtschaftliche Macht auch die politische gestaltet. Die Grundlagenforschungen müssen daher in die gegenteilige Richtung gehen: Wie kann man, wer kann die Reichtümer dieser Welt anders verteilen, so, dass Nachhaltigkeit für die Menschheit wahrscheinlicher wird? Wie kann man die Superreichen ihres obszönen Reichtums evolutionäre, nicht revolutionär entledigen? Wo sind die Grenzen für begabte, erfolgreiche Unternehmer? Wem gehört die Welt?

          Demokratie. Nein, Forschungsgegenstand soll nicht die Frage sein, ob es eine bessere Staatsform gäbe. Dass es die Demokratie ist, setzt man als Maßstab das Wohl der Mehrheit der Bürger, daran besteht kein Zweifel. Aber alle parlamentarischen Demokratien sind vor zwei Jahrhunderten in der Auseinandersetzung mit dem Absolutismus, also mit ganz privaten Familien und deren Interessen entstanden und sie sind in ihrer Organisationsform bis heute davon geprägt. Die Macht befindet sich immer noch irgendwo da oben und nicht bei den Bürgern in ihren Kommunen, dort, wo sie leben und arbeiten. Die Themen der Grundlagenforschung: Wie muss eine demokratische Verfassung heute aussehen? Wie kann man parlamentarische Demokratien gewaltfrei in souveräne Demokratien umwandeln? Evolution oder Revolution?

          Ressourcen. Grundlagenforschung für Menschenrechte. Es ist dies eine fundamentaljuristische Frage: Wem gehören die Bodenschätze dieser Welt, Erdöl, Erdgas, Kohle, Erze, Gold, Diamanten, aller Grund und Boden, die Meere und das Weltall? Es geht nicht um formaljuristische Besitztitel. Es geht um die Frage, ob sie nicht zu gleichen Teilen im Besitz aller Menschen dieser Welt sind, ob es Rechtens ist, dass nur Wenige diese gemeinsamen Besitztümer der Menschheit alleine und nach Gusto ausbeuten dürfen. Ob das nicht Diebstahl ist. Und es geht um die Frage, wie man diesen Besitztitel der Menschheit formuliert und durchsetzt. Nicht nur ein juristisches Problem.

 

Bodenhaftung

          Nein, die Weltrevolution steht nicht an. Es gibt aber angesichts einer Weltbevölkerung von mehr als 6,5 Milliarden Menschen viele ernste „Probleme“, die gewichtige Fragen aufwerfen, Fragen, die sich so vor 50 oder 100 Jahren, vor einer oder mehreren Generationen noch gar nicht gestellt haben. Dabei das zentrale Problem ist die Reformfähigkeit, richtiger die Reformunfähigkeit. Als eines von vielen Beispielen für Deutschland mag da die Rechtschreibreform dienen, symptomatisch, weil da ein relativ einfacher Sachverhalt im Vergleich zu Problemen wie der Arbeitslosigkeit, dessen Regelung durch vernunftbegabte Wesen nur wenige Wochen in Anspruch genommen hätte, sich nun in beispielloser Inkompetenz schon über Jahre hinzieht. Ursache ist, dass man solche Fragen unkündbaren Beamten, Bürokraten, überlässt, die ausgestattet sind mit unendlichen Zeitbudgets und bezahlten Musestunden. Und genau hier liegt das Problem, ob in Deutschland oder in Europa. Die Kernprobleme dabei in Deutschland sind die Abgeordneten des Deutschen Bundestags und die mangelnde Gewaltenteilung.

          Solange die Mehrheit der Abgeordneten aus Beamten, Delegierten von Verbänden und aus Berufspolitikern besteht, wird sich in Deutschland nichts Signifikantes ändern können. Die Mitglieder des Bundestages müssen alle einen anständigen Beruf erlernt haben, den sie auch ausüben, alle müssen entweder selbst Unternehmer oder Freiberufler sein oder zumindest deren Angestellte, also wissen, wie schwer es ist, Geld zu verdienen und wie existentiell wichtig, einen nachhaltigen, würdigen und profitablen Arbeitsplatz zu haben. Für einen solchen Neuen Bundestag zu kämpfen ist das erste Anliegen der Bürgerinitiative prosperRegio.

          Was kann denn schon dabei herauskommen, wenn Abgeordnete des Bundestages, also Mitglieder der Legislative, gleichzeitig im Kabinett sitzen, in der Exekutive also, und wenn die unkündbaren Beamten in den Ministerien gemeinsam mit der Regierung legislativ tätig sind? Die Durchsetzung demokratischer Gewaltenteilung mit Legislative, Exekutive, Investigative und Imperative in einer Verfassungsreform durch die Einführung der Civitatis ist das zweite Reformprojekt der Bürgerinitiative prosperRegio.

 

 

 

Institutionen

Civitatis Teil IV: Unionsverfassung:

§ 228 Primaruniversitäten

Die Unionen gründen und finanzieren Primaruniversitäten für die zweckfreie Grundlagenforschung und die Lehre. P. sind mit einem Kapitalstock von mindestens zehn Milliarden Euro auszustatten, aus deren Erträgen sie sich finanzieren. Sie geben sich eigene, unabhängige Verfassungen.

§ 229 Institute für Grundlagenforschung

(1) Die unionalen Primaruniversitäten gründen und betreiben Institute für die Grundlagenforschung. Sie können angewandte Forschungen auf Gebieten insbesondere im pharmazeutischen Bereich betreiben, die von privatwirtschaftlichen Organisationen wegen mangelnder Profitaussichten nicht betrieben werden.

(2) Aus öffentlichen Mitteln darf keine private Grundlagenforschung finanziert werden.

 

Civitatis Teil V: Verfassung der Vereinten Unionen

§ 276 Internationale Universitäten

(1) Die VU richten ein und finanzieren in jeder Union eine internationale Universität für Forschung und Lehre und die Ausbildung von Wissenschaftlern.

(2) Zugang und Finanzierung unterliegen den analogen Bestimmungen wie die Universitäten und Hochschulen auf regionaler Ebene.

(3) Die Internationalen Universitäten geben sich kollektiv eine Selbstverwaltung. Jede bestimmt autonom über die Gegenstände ihrer Forschung und Lehre.

(4) Sie werden aus dem Bildungshaushalt der VU finanziert.

§ 277 Forschungsinstitute

(1) Die Vereinten Unionen richten in jeder Union Forschungsinstitute für die Grundlagenforschung ein und finanzieren deren Betrieb. Die Aufwendungen sind auf die einundzwanzig Unionen gleichmäßig zu verteilen, die Forschungsgebiete an die Interessen und Ressourcen der Unionen anzupassen.

(2) Die Forschungsinstitute der Vereinten Unionen habend das Privileg für die waffentechnische Forschung.

(3) Die F. erstellen Projektpläne für ihre Forschungsvorhaben, in denen sie die Forschungsgegenstände und -ziele beschreiben und die Kosten abschätzen. Das Referat Bildung der Vereinten Unionen genehmigt und koordiniert die Forschungsprojekte. Die Projektpläne der Forschungsprojekte, die Zwischenberichte und die Forschungsergebnisse sind zu publizieren.

(4) Die Ergebnisse der Internationalen Forschungsinstitute stehen allen Menschen kostenlos zur Verfügung.

(5) Die Internationalen Forschungsinstitute werden aus dem Bildungshaushalt der VU finanziert.

§ 278 Patentamt

(1) Die Vereinten Nationen unterhalten im Geltungsbereich der Civitatis das einzige Patentamt zum Schutz von Patenten und Gebrauchsmustern.

(2) Die Anmeldung und Erteilung von Patenten und Gebrauchsmustern kann nur von und für Privatpersonen und mittelständischen Unternehmen erfolgen und ist für diese kostenlos. Erteilte Patente und Gebrauchsmuster sind weltweit im Geltungsbereich der Civitatis für die Dauer von 30 Jahren gültig.

(3) Patente auf Erbgut werden nicht erteilt, sie sind Besitz der Menschheit.

(4) Das Patentamt nimmt seinen ständigen Sitz in Helsinki. Es wird aus dem Bildungshaushalt der VU finanziert.

 

Die Civitatis verlagert die Grundlagenforschung auf die Ebenen der Unionen und der Vereinten Unionen. Sowohl die Primaruniversitäten als auch die Internationalen Universitäten sollen miteinander konkurrierenden Eliteuniversitäten sein, die sich auf nur teilweise unterschiedliche Themen konzentrieren.

 

 

Symposium Forschung

-          Ausarbeitung von Entwürfen für die Verfassung der Primar- und Internationalen Universitäten

-          Ausarbeitung von Procedere für die Auswahl von Forschungsthemen und die Projektkontrolle

-          Ausarbeitung von Aufgabenstellungen für Forschungsprojekte der Grundlagenforschung

 

anmeldung@bafet.de

Die Mitarbeit in Arbeitskreis Forschung ist ehrenamtlich und steht Jedermann offen.

 

 

 

 

kontakt@prosperRegio.org

 

 

Links:

www.prosperRegio.orgwww.prosperRegio.netwww.prosperRegio.de

www.nachhaltigkeitsgesetz.orgwww.nachhaltigkeitsgesetz.netwww.civitatis.de

 

 

Verantwortlich für den Inhalt: Gerald Engelhardt – gerald.engelhardt@prrosperRegio.org